Hallo und herzlich willkommen auf der Website der evangelischen Kirchengemeinde Kleinsachsenheim!

Die Evangelische Kirchengemeinde Kleinsachsenheim begrüßt Sie sehr herzlich auf ihrer Homepage.

Wir sind eine der zahlreichen Kirchengemeinden des Kirchenbezirks Vaihingen/Enz. Weitere Informationen über den Kirchenbezirk erhalten Sie auf deren Homepage

www.ev-kirchenbezirk-vaihingen-enz.de

Und was uns Alle betrifft: Das Reformationsjubiläum im Jahre 2017

Weitere Hinweise und Erläuterungen, um was es sich hierbei handelt, finden Sie unter

www.reformation-wuerttemberg.de.

Gemeinsame Resolution der Vorsitzenden der evangelischen Kirchenbezirke und der katholischen Kirche im Landkreis Ludwigsburg

Weltweit sind derzeit 60 Millionen Menschen auf der Flucht, vor allem vor Krieg, Terror und Not. Die meisten von ihnen finden Aufnahme in ihren Nachbarländern. Nur ein Bruchteil der Flüchtlinge kommt nach Europa, oft unter Strapazen und Lebensgefahr, und bittet um Aufnahme und Schutz.

Als Christen können wir gar nicht anders, als uns der Hilfesuchenden anzunehmen. Jesus selbst bezeichnet die Nächstenliebe als höchstes und wichtigstes Gebot und sagt: „Was ihr einem meiner geringsten Geschwister getan habt, das habt ihr mir getan. Was ihr einem meiner geringsten Geschwister nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan.“ (Matthäus 25)

Wer vom „christlichen Abendland“ redet, muss sich diesen Werten verpflichtet wissen. Es ist an uns, unseren Glauben selbstbewusst und im Vertrauen auf Gottes Liebe zu leben und dies auch an unseren Taten erkennen zu lassen. Unser Reden und Handeln kann aber nicht von der Sorge bestimmt werden, dass vieles von dem, was unser Denken und unser Zusammenleben seit Jahrhunderten geprägt hat, mit der Aufnahme muslimischer Flüchtlinge in den Hintergrund trete. Vielmehr liegt es an uns, dass wir uns wieder stärker bewusst machen, was wir als Christen glauben und für welche Werte wir stehen – und dass wir das freundlich und erkennbar in einer multireligiösen Gesellschaft vertreten.

Wer Ablehnung und Hass sät, kann sich nicht auf das Christentum berufen. Es ist uns unerträglich, wenn bei fremdenfeindlichen Demonstrationen christliche Kreuze mitgeführt oder Menschen mit dem Tod bedroht werden. Wir vertrauen auf einen Gott, von dem es heißt: „Der Herr behütet die Fremdlinge und erhält Waisen und Witwen (Psalm 146,9).“ Gott selbst macht sich zum Anwalt der Fremden und der sozial Benachteiligten. Also sind auch wir als Christen aufgefordert, für Fremde und Benachteiligte einzutreten.

Wir wenden uns entschieden gegen alle Formen von Fremdenhass, Rassismus und Hetze. Wir verurteilen jegliche Gewalt gegen Menschen und Sachen und alle Halbwahrheiten und Lügen, die Ängste vor Flüchtlingen schüren. Wer so argumentiert und handelt, stellt eine Gefahr für die Rechtsordnung und den Frieden in unserem Land dar, nicht die Menschen, die bei uns Schutz suchen und um Asyl bitten. Wir erwarten von allen Menschen, die hier leben oder leben wollen, dass sie die Rechtsordnung der Bundesrepublik Deutschland und die demokratischen Grundlagen respektieren und einhalten.

Wir danken mit großer Hochachtung allen Ehren- und Hauptamtlichen, die mit hohem Einsatz sich für Flüchtlinge und für Benachteiligte in unserer Gesellschaft engagieren, und allen, die sie mit Spenden unterstützen. Sie erfüllen den Begriff „Willkommenskultur“ mit Leben.

Als Christen ist es uns aufgetragen, zu beten und das Gerechte zu tun. Deshalb werden wir besonders in den Gottesdiensten am 8. November in den Kirchen des Landkreises Ludwigsburg Fürbitte für Flüchtlinge und Bedrohte, für Verantwortliche und für Helfende halten.

Derzeit besteht eine große Notlage bei der Unterbringung von Flüchtlingen, die durch den anbrechenden Winter verschärft wird. Deshalb bitten wir die Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen nochmals zu prüfen, ob sie weiteren Wohnraum und weitere Unterbringungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen können. Dabei sind auch unkonventionelle Lösungen erforderlich.

Wir appellieren zudem dringend an unsere Gemeindeglieder, Wohnraum nicht leer stehen zu lassen.

Uns ist bewusst, dass vor uns allen ein langer Prozess der Aufnahme, der Integration und der Begleitung liegt. Die Herausforderungen sind groß. Sie werden uns einiges abverlangen, auch die Bereitschaft zur Veränderung. Doch dies kann kein Grund sein, die Türen und die Herzen zu verschließen. Unserem Land wurde nach dem selbstverschuldeten Krieg ein Neubeginn geschenkt und großer Wohlstand für viele ist gewachsen. Damit haben wir auch viele Möglichkeiten zur Hilfe. Nutzen wir sie zum Segen für alle!



Für die evangelischen Kirchenbezirke im Landkreis Ludwigsburg und für die katholische Kirche im Landkreis Ludwigsburg:

Eberhard Daferner, Vorsitzender der Bezirkssynode, und Dekan Winfried Speck, Ludwigsburg.

Lioba Stehmer, Zweite Vorsitzende des Dekanatsrates, und Dekan Alexander König, Ludwigsburg.

Irmgard Böhler, Vorsitzende der Bezirkssynode, und Dekan Eberhard Feucht, Besigheim.

Beate Ulmer, Vorsitzende der Bezirkssynode, und Dekan Friedrich Zimmermann, Ditzingen.

Reiner Knödler, Vorsitzender der Bezirkssynode, und Dekan Heinz-Werner Neudorfer, Marbach.

Albrecht Noller, Vorsitzender der Bezirkssynode, und Dekan Reiner Zeyher, Vaihingen/Enz.

29.10.2015

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