Das Wort zum Monat

Monatsspruch für Juni 2010:

So bekehre dich nun zu deinem Gott, halte fest an Barmherzigkeit und Recht und hoffe stets auf deinen Gott!
Hosea 12, 7

Liebe Gemeindeglieder,
 
 
„Du musst dich ändern“, sagen manche Eltern ihrem Kind.
Ob alles Reden was nützt und ob das Kind die gutgemeinten Ratschläge einsieht und befolgt, bleibt offen.
Der Monatsspruch für Juli ist auch ein Appell.
Denn da ist etwas aus dem Lot gekommen. Zunächst im Nordreich Israel. Hosea klagt über die Missachtung des ersten Gebots. Er kritisiert die Gottvergessenheit und dass Fluchen, Lügen, Stehlen, Ehebrechen überhand genommen hat. Deshalb sieht er ein Gericht Gottes kommen.
Allerdings keimt in seiner Sicht der Lage noch Hoffnung:
Das Volk Isreal darf umkehren zu seinem Gott. Gottes Liebe für sein Volk kennt kein Ende. Der Weg zurück zu Gott ist offen.
Damals wie heute.
Sich zu Gott bekehren, das könnte heute im Kleinen und Großen heißen: die Wirklichkeit Gottes ernst nehmen. Die eigenen Grenzen anerkennen, demütig sein.
Demut hat nichts mit Mangel an Selbstbewusstsein zu tun, sondern mit dem Mut, sich der Angewiesenheit auf Gott bewusst zu sein. Dass uns diese Demut in unserer Gesellschaft, der Politik und Wirtschaft, aber auch uns in unserem persönlichen Leben dringend gut täte, davon ist zutiefst überzeugt
 
 
Ihr Friedemann Wenzke, Pfarrer