Der Offene Nachmittag informiert

Der Offene Nachmittag lädt alle Interessierten ganz herzlich ein

Am Donnerstag, 6. April um 14.30 Uhr im Evang. Gemeindehaus zum Thema:
„Die Reformation – Bewegte Zeiten in Sachsenheim und Württemberg“ mit Frau Dr. Claudia Papp, Leiterin des Stadtmuseums Sachsenheim.

1534 kehrt Herzog Ulrich von Württemberg in sein Land zurück. In der Stuttgarter Stiftskirche wird am 16. Mai 1534 der erste öffentliche evangelische Gottesdienst gefeiert. Damit ist die Reformation in Württemberg eingeführt. 25 Jahre später schafft dann die Große Kirchenordnung vielfältige und dauerhafte Grundlagen für ein evangelisches Staats-, Kirchen- und Sozialwesen.

Der Vortrag von Frau Dr. Claudia Papp, Leiterin des Stadtmuseums und -archivs Sachsenheim, spannt den Bogen von den Anfängen über Entfaltung bis hin zur Ausbreitung der Reformation in Württemberg. Dabei geht es immer wieder auch um die Frage, wie der neue Glaube den Alltag und die Stellung des Einzelnen zum Ganzen veränderte, ob als Priester, Mönch, Gemeindemitglied, Ehepartner oder Schulkind. Die umwälzenden Veränderungen der Reformation waren auch in den heutigen Teilorten Sachsenheims zu spüren und werden an ausgewählten Beispielen erläutert.

Anschließend an den Vortrag lädt Herr Pfarrer i. R. Aichele-Tesch zum ökumenischen Abendmahl ein.

Am 18. Mai 2017 um 14.30 Uhr im Evang. Gemeindehaus Kleinsachsenheim zum Thema:
Salamander – Firmengeschichte einer Schuhmarke

In dem Vortrag von Frau Susanne Roller soll die Leistung der Brüder Sigle aus Kornwestheim im Hinblick auf die Schuhproduktion in den letzten 130 Jahren gewürdigt werden.

Entstanden in einer Dachwohnung entwickelte sich die Schuhfabrikation von Jacob Sigle in Kornwestheim zu einer der bekanntesten Marken in Deutschland. Die einzelnen Komponenten des Erfolgs von der handgefertigten zur maschinell gefertigten Schuhherstellung, die zur Expansion und dem hohen Bekanntheitsgrad beigetragen haben, sollen aufgezeigt werden. Der Aufbau einer geeigneten Vertriebsstruktur und der Versuch, soziale Probleme durch Einrichten einer Kantine, dem Beschäftigen von Betriebskrankenschwestern und der Schaffung von billigem Wohnraum zu lösen, sind Aspekte, die sich am Beispiel der Firma Salamander aufzeigen lassen. Auch wie eine Schuhfirma die beiden Weltkriege übersteht, ist aufgrund der Findigkeit von Jacob und Ernst Sigle einmalig.

Das Einsetzen der Comicfigur „Lurchi“ als Werbeträger war ein geglückter Schachzug und sorgt seit den 1950-iger Jahren für einen hohen Bekanntheitsgrad der Marke. Die Globalisierung in Form von internationaler Konkurrenz und Billigprodukten machte Salamander jedoch wirtschaftlich schwer zu schaffen. Doch in den letzten Jahren haben wechselnde Investoren der Firma unter die Arme gegriffen, so dass auch heute noch der Schlusssatz eines jeden Lurchi-Heftes gilt: „Salamander lebe hoch!“

Heidemarie von Vacano