Der Offene Nachmittag informiert

Einladung zum Offenen Nachmittag am Donnerstag, 15.12.2016 um 14.30 Uhr im Evang. Gemeindehaus

Thema:
Matthias Claudius, Dichter, Sänger, Tröster – es referiert Herr Dekan i. R. Hartmut Leins.

Matthias Claudius ist uns bekannt als Verfasser der Liedertexte “Der Mond ist aufgegangen …“ und „Wir pflügen und wir streuen“. Über seinen spannenden Lebenslauf wissen wir nicht so viel: Etwa über die endlose Suche nach einem passenden Beruf, die sehr gelassene Bewältigung von Misserfolgen, sein Geschick im Umgang mit Kindern und seine tiefgreifenden Gedanken über die Geheimnisse des Lebens. Heitere Texte wie „Der erste Zahn“ oder „Der Riese Goliath“ zeigen etwas von seinem feinsinnigen Humor.

Aber wir hören in seinen Worten auch, wie ihn die Kriege seiner Zeit umtrieben („S’ist Krie!“) und wie er sich in einem Brief an seinen Sohn Johannes und in einem hintergründigen Text („Der Mensch“) sehr grundsätzliche Gedanken über unser Leben und seinen Sinn macht.

Anschließend an die Inspirationen über Matthias Claudius feiern wir ein ökumenisches Abendmahl gemeinsam mit Dekan i. R. Hartmut Leins.

Herzliche Einladung für alle Interessierten zum Offenen Nachmittag mit dem Thema: Bessarabien – Land und Leute am Donnerstag, 19. Januar 2017 von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr im Evang. Gemeindehaus Kleinsachsenheim

Urlaub in fernen Ländern ja – aber in Bessarabien? Dieses Land zwischen Dnjester und Pruth gehört heute zu Moldawien und zur Ukraine. Das einstige „Durchgangsland“ musste vom Osmanischen Reich im Frieden von Bukarest 1812 an Russland abgetreten werden. In dieser Zeit beginnt auch die Geschichte der deutschen Siedler. Zar Alexander I. erließ 1813 einen Aufruf zur „freiwilligen Auswanderung nach Russland“. Vielerlei Gründe veranlassten überwiegend deutsche Familien, diesem Aufruf zu folgen. Ab 1814 begann die Kolonisierung des spärlich besiedelten Landes, die in rund 125 Jahren für die Siedler einen gewissen Wohlstand brachte. Ab 1940 erfolgten die Umsiedlung der Deutschen in den sogenannten Warthegau, die Flucht vor der russischen Armee und nach 1945 der Neubeginn der Überlebenden in Ost- und Westdeutschland.

Nachdem die Deutschen ihre Dörfer verlassen hatten, zog vielfach marodierendes Volk durch die Region, ehe die Sowjetmacht eine Art Zwangsansiedlung mit Menschen aus allen Teilen der Sowjetunion organisierte. Der damals geplante Fortschritt ist bis heute, auch in der selbständigen Ukraine, eher bescheiden.

Seit 1993 hat Helmut Paul seinen Geburtsort im Süden der Ukraine mehrfach besucht. Vom Ort, seinen Bewohnern sowie interessanten Sehenswürdigkeiten in der Umgebung berichtet er im Rahmen des Offenen Nachmittags der Evangelischen Kirchengemeinde Kleinsachsenheim in einem Dia-Vortrag am 19. Januar 2017 im Gemeindehaus von 14.30 bis 16.30 Uhr.

Heidemarie von Vacano