Zwischenstand zur geplanten Kircheninnenrenovierung

© evang. Kirchengemeinde Kleinsachsenheim

© evang. Kirchengemeinde Kleinsachsenheim

© evang. Kirchengemeinde Kleinsachsenheim

Auf seinem Klausurwochenende Mitte November 2017 in Hohebuch hat sich das KGR – Gremium intensiv mit der geplanten Kirchenrenovierung beschäftigt. Vorangegangen war eine erneute Bauberatung durch die Architektin des Oberkirchenrats nach einer ersten Besichtigung im Jahr 2014. Damals wurden die Kosten auf 380 000 € geschätzt. Nach einer erneuten Schätzung und den Notwendigkeiten, die einfach da sind, gehen wir jetzt von Baukosten in Höhe von ca. 500 000 € aus. Die Erhöhung lässt sich neben der allgemeinen Kostensteigerung vor allem mit folgenden zusätzlich notwendig gewordenen Maßnahmen begründen:

Einbau einer Teeküche:
Wöchentlich findet nach dem Gottesdienst ein Kirchencafé statt, das sehr gut angenommen wird. Da das Ev. Gemeindehaus 200 m entfernt liegt, müssen von dort immer Geschirr und Kannen von Hand herübergetragen werden, da Servierwagen aufgrund des Kopfsteinpflasters des Kirchplatzes nicht zu nutzen sind. Dies ist sehr aufwändig für die ehrenamtlichen Mitarbeiter.

Ausgang zum Kirchgarten vom Turm aus:
Hier war schon eine Tür früher vorhanden, die zugemauert wurde. Der ursprüngliche Torbogen ist noch klar erkennbar. Der Kirchgarten wurde im Jahr 2014 neu angelegt und bietet mit einer Terrasse nun ideale Möglichkeiten für Stehempfänge bei Hochzeiten und dem sonntäglichen Kirchencafé. Eine Öffnung der ursprünglich vorhandenen Tür wird auch die Lichtverhältnisse im Turm deutlich verbessern.

Freiflächen für flexible Nutzung:
Die bisherige Bankausrichtung im Kirchenraum ist durch die historisch bedingte schrittweise Erweiterung des Kirchenraums sehr ungewöhnlich „am Altar vorbei“. Dies erschwert extrem eine angemessene liturgische Gestaltung der Gottesdienste. Grundsätzlich ist der Altarraum recht beengt, der Taufstein steht ebenso in einem „toten Eck“, das für die Gemeinde zu Teilen nicht einsichtig ist.
Auch das Thema Projektion ist mit der bisherigen Bankanordnung kaum möglich. Wir werden diese Raumsituation mit dem Architekten beraten.

Medien- und Tontechnik:
Eine neue Lautsprecheranlage ist dringend erforderlich, da die alte Anlage tontechnisch schon bei der Sprache und noch viel mehr bei Musik überfordert ist. Immer wieder klagen Gottesdienstbesucher über schlechte Verständlichkeit. Es besteht auch keine Möglichkeit mehr, die Gottesdienste aufzunehmen, obwohl der Bedarf im Ort bei kranken und alten Menschen durchaus da ist.

Einbau einer Toilette:
Vor allem älteren Gottesdienstbesuchern ist es nicht mehr zumutbar, den Weg bis zum Gemeindehaus zu gehen, um eine Toilette aufsuchen zu können. Viele Senioren berichten von Unsicherheit im Blick auf den Kirchenbesuch, die ihnen durch eine in die Kirche/Sakristei integrierte Toilette genommen werden könnte.

Beleuchtung:
Hier ist die Situation derzeit sehr unbefriedigend, da der Kirchenraum nicht gleichmäßig ausgeleuchtet wird. Eine neue Beleuchtung mit einem auf den Raum angepassten Konzept kann das Kircheninnere zu einer ganz neuen Wirkung verhelfen und der Gemeinde deutlich das Lesen von Liedtexten erleichtern.

Anfang Februar wird die Kostensteigerung im Kirchenbezirksausschuss verhandelt. Dann kann im Frühjahr/Frühsommer die Architektenbeauftragung erfolgen, weil 50 % der Bausumme inzwischen angespart ist. Ganz herzlich danke ich an dieser Stelle allen Gemeindegliedern, die mit kleinen und großen Summen dazu beigetragen haben, dass wir diese Summe erreicht haben! Zum Baubeginn müssen wir 2/3 der erforderlichen Eigenmittel vorweisen. Dazu fehlen noch rund 30 000 €. Ich bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam diese Summe an Spenden im Jahr 2018 erreichen, so dass wir als Kirchengemeinderat das Ziel haben, möglichst 2019 die Baumaßnahme durchführen zu können.

Friedemann Wenzke, Pfarrer