Pfarrer Wenzke stellt sich vor

© F. Wenzke

Offiziell bin ich seit dem 11. Oktober 2009 hier in Kleinsachsenheim als Pfarrer tätig.

Bei meiner ersten Vorstellung hier auf der Homepage habe ich mich gefragt, was mich hier in Kleinsachsenheim erwartet Für mich war dieser Ort unbekanntes Land. Ich spürte in mir Neugier und Entdeckungsdrang, gleichzeitig aber auch etwas Unsicherheit.

Eine der häufigsten Fragen, die vor allem junge Leute mir stellen, ist: "Warum sind Sie denn Pfarrer geworden?"  Nun, in die Wiege gelegt worden ist mir das nicht. Klar, mein Großvater war Pfarrer, aber der Glaube an Gott lässt sich nicht vererben. Ursprünglich wollte ich nach dem Abitur ein Medizinstudium beginnen, habe aber vorher noch ein soziales Jahr im Diakonissenkrankenhaus Stuttgart in der OP-Abteilung absolviert. Hier habe ich stärker als bisher in meinem Leben erfahren, welche Hilfe, welche Kraft und auch welche Hoffnung in unserem Glauben liegt, gerade auch in schweren Lebenssituationen.

Weitere persönliche Erlebnisse im Glauben haben mich in den Pfarrberuf geführt und ich bin heute sehr dankbar dafür. Ich für mich kann mir nichts Schöneres vorstellen, als Gottes gute Botschaft in dieser Welt und Zeit weitersagen zu dürfen.

Nach dem Theologiestudium in Tübingen und Heidelberg habe ich mein Vikariat im Dekanat Münsingen absolviert.  Dann folgten die ersten sechs Berufsjahre in den Kirchengemeinden Bubenorbis und Mainhardt im Dekanat Schwäbisch Hall.

Bedingt durch die Altersstruktur dort lag mein Schwerpunkt in dieser Zeit auf der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.  Auf Kirchenbezirksebene konnte ich reichhaltigen Einblick in die ambulante Pflege durch die Diakonie und in die Konfirmandenarbeit bekommen.

In der Kirchengemeinde Kleinsachsenheim erwarteten mich neue und teilweise auch andere Aufgaben.
Am meisten aber machte mir s. Zt. Mut, wenn viele mit dafür beten, dass wir gute und gesegnete Jahre miteinander verleben dürfen. Und so ist es auch aus meiner Sicht geschehen.

Wir sind nun eine große Familie, Ehefrau und drei Kinder, die in dem großen Pfarrhaus mitten im Ort wohnen und leben. Und ich bin immer noch gerne hier im Ort, auch wenn die Aufgaben und Anforderungen groß sind. Kein Wunder, bei einer so großen und vielfältigen Gemeinde mit zwei Kindergärten, einem Altenheim und viel kirchlichem Leben. Aber eine Vielzahl von Ehrenamtlichen bringt sich in bewunderswerter Weise ein und so leiten wir die Gemeinde gemeinsam. Das macht Freude.

Es grüßt Sie herzlich
Friedemann Wenzke, Pfarrer