Der KGR und ich...

© B. Scheuermann

Kurz habe ich darüber nachgedacht, diesen Bericht ausfallen zu lassen. Denn eigentlich gibt es gerade nicht so viel Aktuelles zu erzählen. Die Sommerpause ist schuld daran! Aber ganz so einfach wollte ich es mir dann doch nicht machen. Zumal mir immer wieder zu Ohren kommt, dass der Ein oder Andere sich schon auf meine Zeilen freut. Meine treuen Leser zu enttäuschen, brächte ich nicht übers Herz. :) Und dann hatte ich da doch auch ein paar Gedanken, die ich gerne mit Ihnen teilen wollte. Zur Sommerpause nämlich. Vielleicht waren Sie im Urlaub oder hatten wenigstens die Möglichkeit, sich ein paar ruhigere Tage zu gönnen, um den Sommer zu genießen. Mal ein bisschen Abstand vom Alltag zu bekommen. Wenn man Schüler ist, ist dieser Abstand meistens so ca. sechs Wochen lang, für alle Anderen fällt es in der Regel deutlich kürzer aus; so ganz auf eine Sommerpause zu verzichten, fällt uns schwer. Und das ist auch gut. Hin und wieder muss man sich etwas entschleunigen.

Ich habe mich sehr auf die Sommerpause gefreut. Endlich einmal nicht so viele Termine, in den Urlaub fahren, die freien Abende genießen. Es waren hauptsächlich die Gemeindetermine, die weggefallen sind. Die regelmäßigen Kreise zum Beispiel, aber auch Sitzungen, Besprechungen etc. waren deutlich weniger. Ja, ich habe mich darauf gefreut. Manchmal fühlt man sich im Alltag so verplant, dass man sich nach einer Auszeit sehnt. Und ich sage das auch ganz ohne schlechtes Gewissen. Mir ist in dieser Sommerpause nämlich etwas bewusst geworden. So sehr ich mich darauf gefreut habe, so sehr bin ich jetzt auch wieder froh, dass sie hinter mir liegt! Verstehen Sie mich nicht falsch, mein Urlaub war herrlich und in der restlichen Zeit habe ich mich auch nicht gelangweilt. Aber ich habe meine Gemeinde vermisst! Wir haben unser Programm heruntergefahren, die Gottesdienste sind weniger besucht, weil viele unterwegs sind, irgendwie war alles etwas weniger lebendig als normal. Irgendwie war das ganze Gemeindeleben im Sommerschlaf. Und da fiel mir auf, wie sehr meine Lebendigkeit von der Lebendigkeit der Gemeinde abhängt. Von den Begegnungen mit anderen Menschen, vom Austausch mit meinen Glaubensgeschwistern, vom Gemeinsam-Glaubenleben. Aber auch davon, mich für Andere einzubringen, meine Gaben und meine Zeit einzusetzen, um Teil der Gemeinschaft zu sein. Das ist manchmal anstrengend, aber so oft bekommt man dafür auch wieder etwas zurück. Das ist der Wert von Gemeinde, von Gemeinschaft. Deshalb bin ich wirklich froh, dass die Sommerpause jetzt vorbei ist! Ich hoffe sehr, dass Sie auch etwas vermisst haben. Denn wenn uns etwas fehlt, erkennen wir oft erst seinen wirklichen Wert! Wie wertvoll ist es, einen Ort und Menschen zu haben, die uns lebendig machen, weil wir hier miteinander unseren Glauben leben, der uns lebendig macht!

Ich wünsche Ihnen sehr, dass Sie das genauso erleben dürfen! Und ich wünsche Ihnen, dass Sie sich genauso sehr darüber freuen können, dass es jetzt endlich wieder los geht!

Ich stürze mich dann mal wieder voller Freude und Elan in die Gemeindearbeit und, natürlich noch viel wichtiger, in das Gemeindeleben! :)

Herzliche Grüße aus dem KGR

Binia Scheuermann