Der KGR und ich...

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© B. Scheuermann

Im April ist etwas passiert, das es in meiner Zeit als KGR noch nie gab. Wir haben eine Sitzung ausfallen lassen, da wir schlicht nicht genügend Tagesordnungspunkt hatten. Nach dem arbeitsreichen März mit KGRSamstag und sonstigen Sitzungen war das mal eine erholsame Verschnaufpause. Aber keine Sorge, Langeweile kam trotzdem nicht auf.

Es wird dieses Mal ein etwas einseitiger Bericht, da ich nur aus den Bereichen berichte, in die ich direkt eingebunden bin. Aber auch die anderen KGRs waren in unterschiedlichsten Planungsgruppen und Bereichen aktiv, nur kann ich dazu leider nicht so viele Details berichten. Bitte sehen Sie mir das nach.

Unter anderem hat sich der Bauausschuss wieder getroffen, um das Gemeindehaus unter die Lupe zu nehmen und zu prüfen, ob es technische Mängel und „Notstände“ gibt, die behoben werden müssen. Ein ganz konkretes Ergebnis haben Sie vielleicht schon im großen Saal entdeckt. Der technische Fortschritt hat es nun endlich ermöglicht, eine (relativ) kostengünstige Lösung für das Beleuchtungsproblem zu finden. Immer wieder kam das Thema auf, dass die bisherigen Energiesparlampen nicht ausreichend Licht schaffen. Lange dachten wir, nur der komplette Austausch der Glaslampenschirme würde weiterhelfen. Das wäre allerdings eine sehr kostenintensive Variante gewesen, vor der wir uns scheuten. Dank neuester LED-Birnen ist es jetzt aber möglich, eine deutlich höhere Leuchtstärke der einzelnen Birnen zu erreichen. Somit konnten wir die Anschaffung neuer Leuchten umgehen und sitzen trotzdem nicht mehr im Dunkeln.

Und mit großer Freude kann ich nun endlich auch einmal wieder über greifbaren Fortschritt im Bereich der Kircheninnenrenovierung berichten. Seit Anfang Februar ist das Team Vision sehr aktiv damit beschäftigt, zu überlegen, wohin die Reise bei der Renovierung gehen soll. Das Team setzt sich aus zehn Leuten zusammen, die ein bunter Schnitt durch unsere Gemeinde sind. Von Jung bis Alt, KGRs und andere Gemeindemitglieder. Aus allen Lebensbereichen ist jemand dabei, um ein vielfältiges Bild zu bekommen. Die Zielsetzung ist, ein Papier mit Wünschen und Vorstellungen für die Kirchenrenovierung zu erarbeiten. Was wollen und brauchen wir in unserer Kirche? Was ist uns in Kleinsachsenheim wichtig? Welche Dinge müssen unbedingt bleiben? Wo besteht Handlungsbedarf? Die Grundfrage könnte man wahrscheinlich am besten so beschreiben: Wie muss unsere Kirche sein, dass wir jetzt und in Zukunft Gottesdienste feiern, die Gott die Ehre geben und den Bedürfnissen der ganzen Gemeinde gerecht werden? Dabei spielen neben den räumlichen Gegebenheiten auch sogenannte „weiche Faktoren“ eine wichtige Rolle. So ging es zum Beispiel um Themen wie Begegnung, Gemeinschaft und Vielfalt. Um nicht blind zu phantasieren, hat das Team viel Zeit investiert und unterschiedlichste Kirchen und Gemeinden besucht, um den Horizont im Blick auf Gebäude und Gottesdienstformen zu weiten. All die vielen Eindrücke wurden gesammelt und ausgewertet.

Unsere Kirche haben wir genaustens unter die Lupe genommen und analysiert, welche Pluspunkte es gibt und welchen Schwachstellen wir auf den Leib rücken wollen. Noch ist dieser Prozess nicht ganz zu Ende, es gilt gerade, alle Eindrücke und Wünsche zusammenzustellen und in Form zu bringen. Es wird keine ausgeklügelte Planung sein, sondern versteht sich viel mehr als eine Sammlung von Ideen, die eine Arbeits- und Planungsgrundlage sein soll, mit der das Renovierungsteam und der Architekt weiterarbeiten können.

Das Wort Architekt spreche ich an dieser Stelle vorsichtig hoffnungsvoll aus, denn auch hier liegt schon ein etwas längerer Weg hinter uns. Die Beauftragung des Architekten hängt eng mit dem Erreichen der vom Oberkirchenrat geforderten Finanzmittel zusammen. Diese erste finanzielle Hürde haben wir Dank IHRER Spenden genommen. An dieser Stelle möchten wir allen sehr herzlich danken, die dieses Projekt bisher finanziell unterstützt haben! Da wir aber nicht die einzige Gemeinde sind, die gerade einen Architekten braucht, waren viele Telefonate und Mails nötig, um Architekten zu finden, die zum einen freie Kapazitäten haben und zum anderen von ihrem Profil her zu unserem Projekt passen. Schließlich waren wir mit zwei Büros im Gespräch, mit denen wir persönliche Treffen vereinbarten, um unsere Kirche zu besichtigen, über unser Vorhaben zu sprechen und uns gegenseitig kennen zu lernen.

In unserer KGR-Sitzung im Mai haben wir über unsere Eindrücke beraten und uns für eines der beiden Planungsbüros entschieden. Details müssen leider noch warten, da wir diese Entscheidung nur zum Teil selbst treffen können. Der Oberkirchenrat muss noch die finale Entscheidung treffen und die Honorarverhandlungen führen. Wir hoffen und beten, dass dies nur noch eine formale Angelegenheit ist und wir Ihnen bald den Partner für unsere Renovierung vorstellen können. Wir sind sehr dankbar, wenn Sie diesen Punkt auch in Ihre Gebete einschließen. Zeitgleich zu diesem Findungsprozess haben wir uns auch damit beschäftigt, ein Projektteam für die Renovierung zusammen zu stellen, das in Arbeitsgruppen die Ideen aus dem Visionsteam etwas konkretisiert, um gedanklich Vorarbeit für den Architekten zu leisten. Aus meiner Erfahrung ist es immer sinnvoll, wenn der „Kunde“ (der wir in diesem Fall sind), schon eine vage Vorstellung von dem hat, was er sich wünscht, denn so kann der Architekt viel zielgerichteter starten, als wenn er ahnungslos ins Blaue planen müsste.

Etwas erschrocken stellte ich vor kurzem fest, dass wir die Renovierung mittlerweile schon seit drei Jahren auf unserer Agenda haben. Aber Sie sehen, die Kirchenrenovierung wird langsam immer greifbarer, wir gehen Schritt für Schritt voran. Aber es bleibt spannend. Ja, ich würde fast sagen, es wird immer spannender. Es wird noch viel Zeit, viele Gedanken und viele Entscheidungen dauern, bis wir tatsächlich loslegen können. Doch die Vorfreude steigt mit jedem getanen Schritt weiter, die Vorfreude auf das, was kommen wird, die Vorfreude darauf, zu sehen, wohin unser Weg führen wird.

Verbunden ist diese Vorfreude mit der großen Hoffnung, dass Sie uns weiterhin auf diesem Weg begleiten. Mit Ihren Gebeten, Ihren Spenden, Ihrer tatkräftigen Unterstützung und Ihrer Ermutigung. Danke für jede Form der Unterstützung, auch wenn sie Ihnen klein erscheinen mag, seien Sie sich sicher, dass Sie damit einen sehr wertvollen Beitrag leisten! Denn so ein Projekt können wir nur gemeinsam stemmen.

Herzliche Grüße aus dem KGR
Binia Scheuermann