Hochzeitsglück - Hochzeiten und Hochzeitsbräuche in der Zeit vor 1965

 Von knitzen Schwaben, die nur im Ausland etwas wurden.
Referent Jürgen Kaiser ist Theologe, Journalist und Geschichtenerzähler

Als junger Mensch hat man es oft genug gehört: „ Das haben wir noch nie gemacht!“ oder „Das haben wir schon immer so gemacht!“. Dann muss man sich entscheiden: entweder anpassen oder wo anders sein Glück versuchen. Also Auswandern. Die Schwaben haben das zu Tausenden gemacht und die Heimat verlassen, weil sie hier keine Perspektive sahen oder tatsächlich auch keine Zukunft hatten. Und irgendwo auf der Welt konnten sie dann eine Idee in die Tat umsetzen. So wurden aus diesen Auswanderern Erfinder, Tüftler und Entdecker.  Sie haben etwas gemacht, was die Menschheit weiter brachte. Diesen Schwaben ist Jürgen Kaiser gefolgt. Er ist Theologe, Journalist und Geschichtenerzähler, der mit seinen Vorträgen für die Schnellerschulen im Libanon Spenden sammelt. An diesem Nachmittag wird er von seinen Entdeckungstouren berichten und welchen Pfiffikus er gerade wieder gefunden hat. Knitze Schwaben halt.
Herzliche Einladung zu diesem spannenden Nachmittag am Donnerstag, 15. Oktober um 14:30 Uhr im Evang. Gemeindehaus Kleinsachsenheim. (Wegen Corona-Hygienevorschriften tragen Sie bitte beim Eintritt in das Gemeindehaus eine Mund-Nasenschutz-Maske.)


Und am 12. November 2020 um 14:30 Uhr kommen der Vorsitzender der Sambia Hilfe, Herr Dr. Huber und seine Frau Hannelore geb. Reutter in das Evang. Gemeindehaus Kleinsachsenheim, um einen aktuellen Bericht über die Sambia-Hilfe abzugeben.

Herr Dr. Huber schrieb uns nach Kleinsachsenheim am 9.8.2020 folgende Infos:
Inzwischen haben nicht nur die Einschränkungen wegen COVID-19 zu großen Problemen im Land geführt, sondern auch die Krankheit selbst, die sich seit einigen Wochen dort rasant verbreitet. In Sambia gibt es bis heute 7500 nachgewiesene Krankheits- und 200 Todesfälle. Man kann sich aber gut vorstellen, dass es eine hohe Dunkelziffer von Krankheits- und Todesfällen gibt.
Auch in Sambia ist das Alltagsbild geprägt von Covid-19-Vorsichtsmaßnahmen. Die Realität ist, dass viele Menschen sterben, ohne je getestet worden zu sein. In den letzten Wochen werden bis zu 500 täglich neu nachgewiesene Fälle gemeldet, und das obwohl die Testkapazitäten gering sind und das Ergebnis dort erst nach etwa einer Woche vorliegt. Dann kann man Kontakte natürlich nicht mehr zurückverfolgen. Eigentlich sollten die Schulen wieder geöffnet sein, das wurde aber von der Regierung zurückgenommen. Nur Prüfungsklassen dürfen im Schulgebäude unterrichtet werden. Unser Partner Chreso Ministries hat inzwischen OnlineLernangebote erstellt, die im Internet und auch landesweit in einem Fernsehprogramm ausgestrahlt werden, denn natürlich gibt es nicht in jedem Haushalt Internet. Das ist eine große Hoffnung, da Schulöffnungen nicht absehbar sind. So werden nicht nur die Chreso-Schüler erreicht, sondern Schüler landesweit, soweit es Strom und einen Fernseher im Haus gibt.
Sie erinnern sich sicher, dass normalerweise auch arme Kinder aus der Umgebung tagsüber im Kinderdorf versorgt werden. Z.Zt. dürfen diese nicht nach Fountain Gate kommen, sondern werden von Mitarbeitern in ihrer häuslichen Umgebung versorgt. Vom Sozialamt werden aber trotz Corona immer wieder Kinder gebracht, natürlich ohne vorher getestet zu werden, zuletzt zwei Kinder vor weniger als einer Woche. Man versucht, sie zwei Wochen von Gruppen zu trennen.

Die drei Geschwister auf dem Foto wurden vor wenigen Monaten an einer großen Busstation in Lusaka von ihren Eltern ausgesetzt. Sie schlugen sich einige Tage mit Betteln durch und kauften damit Lebensmittel, bis sie von Mitarbeitern des Sozialamtes aufgegriffen und nach Fountain Gate gebracht wurden. Für diese Kinder suche ich noch ganze oder halbe Patenschaften (je 60 bzw. 30 € mtl.). Kaum zu glauben, dass sie inzwischen wieder einigermaßen ausgeglichen sind. Das Alltagsleben in Fountain Gate gestaltet sich z.Zt. folgendermaßen. Morgens wird in Gruppen gelernt. Es gibt ja 11 Hausgemeinschaften mit Hausmüttern, auch einige Lehrer müssen durchgehend auf dem Gelände bleiben. So existiert ein effektiver Ersatzunterricht. Nachmittags gibt es Spiele für die Jüngeren, das Gelände ist ja groß genug, damit die Hausgemeinschaften unter sich bleiben können. Die Größeren helfen in der Küche, lernen Gemüsebeete zu bearbeiten und dürfen bei Reparaturen zuschauen.

Esther Reutter schrieb ihrem Schwager, Herrn  Dr. Huber: „Die Lebensmittelhilfe des Sambia Fördervereins ist sehr gut“….“Die Armen trifft es wie immer am Schlimmsten, auch in dieser Krise“…“Die Menschen, die auf dem Programm sind, sind sehr dankbar. Ihr Allgemeinzustand ist merklich besser.“

Seit Jahresbeginn überweist Herr Dr. Huber monatlich 2000 € Hungerhilfe ohne zu wissen, ob so viele Spenden eingehen. Er versucht jetzt, drei Monate lang die Hilfe nochmals zu verdoppeln, also 4000 € mtl. zu überweisen. Können Sie am 12. November mit Ihrer Spende mithelfen?  Herr Dr. Huber wird mit aktuellen Bildern von den Projekten berichten. Es gibt viele bewegende Infos.

Heidemarie von Vacano