Der Offene Nachmittag lädt ein ....

Herzliche Einladung zu den beiden folgenden Veranstaltungen:

Gustav Werner - Abenteuer Diakonie - Oder: „Wie Gottes Weihnachtsliebe konkret wird."

An Weihnachten machen wir Geschenke. Wir wollen damit einander eine Freude bereiten und unsere Wertschätzung und Liebe zeigen. Dem jungen Vikar Gustav Werner (1809–1887) war es einst besonders wichtig, Gottes Liebe zu uns Menschen Gestalt gewinnen zu lassen. In einer Zeit, in der die aufkommende Industrialisierung viele Familien ins Elend brachte und zur Verwahrlosung zahlloser Kinder führte, schuf er mit viel Mut, Phantasie und Engagement Hilfen für die Betroffenen. So entstanden Betreuungseinrichtungen für Kinder und Verdienstmöglichkeiten für verarmte Eltern. Er wollte sogar eine „christliche Fabrik“ schaffen, die nach den Grundsätzen von Solidarität und Menschenliebe arbeitete. Gegen den Widerstand frommer Kreise und auch der Landeskirche, die ihn als Vikar entließ, entstand ein beeindruckendes Werk, das er trotz massiver Rückschläge und einmal sogar einem Bankrott immer weiter vorantrieb.

Auch im damaligen Kirchenbezirk Vaihingen an der Enz gab es von G. Werner ins Leben gerufene Hilfsangebote. Sein wichtigstes Ziel, Gottes Liebe konkret werden zu lassen, gewinnt bis heute Gestalt in der Bruderhaus - Diakonie mit Sitz in Reutlingen.

Umrahmt wird dieser Nachmittag am 6. Dezember 2018 um 14:30 Uhr im Evang. Gemeindehaus mit dem Veeh-Harfen- Ensemble. Anschließend an das Referat mit Bildern lädt Dekan i.R. Hartmut Leins zum Abendmahl ein.

OSCAR WALCKER - der große Orgelbauer

Nicht erst seit der Verleihung des Titels „Immaterielles Weltkulturerbe“ im Jahr 2018 durch die UNESCO hatte und hat Württemberg an der Gestaltung der Orgelmusik, des Orgelbaus und Orgelspiels einen erheblichen Anteil. Frühzeitig und immer wieder trat der Orgelbauer teils mit bemerkenswerten Meistern hervor. So ist der Stammvater der Orgelbauerfamilie Schmahl in Heilbronn, Johann Michael Schmahl, Ende des 17. Jahrhunderts aus der Oberlausitz zunächst nach Steinheim/Murr und dann in Heilbronn eingewandert.

Ein gleichfalls bekannter Orgelmacher in Heilbronn, Johann Georg Fries, war aus dem Rothenburgischen zugewandert. Er wurde der Lehrmeister von Johann Eberhard Walcker in Cannstatt, dem Begründer des Orgelbauergeschlechts Walcker. Sein Sohn Eberhard Friedrich, Vater von Oscar Walcker, siedelte 1720 nach Ludwigsburg über. Mitte des 19. Jahrhunderts in eine reine Orgelbauerfamilie hinein geboren, hatte Oscar Walcker von Jugend an großes Interesse für den Orgelbau und wurde nach seiner Ausbildung 1899 Teilhaber der Firma. Als Mitglied der Geschäftsleitung entwickelte er nicht nur neue Techniken, sondern machte auf seinen Geschäftsreisen die Walcker-Orgeln in der ganzen Welt bekannt und begehrt. Was von seinem Leben und Wirken heute noch übrig ist und was er Besonderes im Orgelbauhandwerk geleistet hat, soll im Vortrag anschaulich dargelegt werden.
Eingeladen sind alle Interessierte, die bei Kaffee/Tee und Gebäck dem Vortrag von Referentin Susanne Roller lauschen wollen.

So lautet das Thema des Offenen Nachmittags Donnerstag, den 31. Januar 2019 um 14:30 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus.