KIRCHENINNENRENOVIERUNG

Kirchenrenovierung in der Endphase

Wenn Sie diese Zeilen lesen, wird es Anfang Juni sein. Dieser Artikel wurde aber bereits bei Redaktionsschluss des Gemeindebriefes verfasst. Und dieser war am 04.05. Bitte lesen Sie dennoch weiter, auch wenn der Artikel zum Teil schon wieder durch die Wirklichkeit überholt ist.

Vom Zeitfenster her kommen wir in die Schlussphase der Baumaßnahme. Die Rückbauarbeiten sind längst abgeschlossen und es wird schon wieder reichlich aufgebaut. In den letzten Wochen war der Elektriker lange zugange und hat eine Unmenge an Kabelsträngen durch die ganze Kirche gelegt. Eine Kunst, hier den Überblick zu behalten. Dann kam der Gipser und hat Decke und Wände schön neu verputzt. Und schließlich kam im Mai der neue Fußboden in die Kirche. Das waren große Aufträge mit einem großen Finanzvolumen. Nebenbei war immer wieder der Schreiner zugange. Das Ganze wurde einerseits vom Architekturbüro Frey koordiniert und begleitet, andererseits aber vor Ort auch vom Bauausschuss und unserem Bauleiter Tobias Scheuermann. Es waren unzählige Sitzungen, Gespräche und Entscheidungen, die wir als Bauausschuss zu tätigen hatten. Mitglieder im Bauausschuss waren: Binia Scheuermann, Nadja Jungbauer, Michael Kaupert, Tobias Scheuermann und Friedemann Wenzke, sowie beratend Sabine Fiedler als Mesnerin. Ihnen allen gebührt ganz großer Dank! Ich bitte Sie als Gemeindeglieder: danken Sie den betreffenden Personen auch persönlich, wenn Sie diese treffen. Diese überwiegend jungen Menschen haben sich für die „alte“ Kirche, die Menschen über Generationen im Ort wichtig war, wirklich mit Herzblut eingesetzt!

Und viele von Ihnen haben sich ehrenamtlich in ganz praktischer Unterstützung eingebracht: mit Putz abklopfen, Schutt ausräumen, betonieren, Decke montieren, Zwischenwände einziehen und vieles mehr haben Männer und Frauen aus unserem Ort und aus allen Altersschichten bis heute ca. 1600 ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet. Das ist ein extrem hoher Wert, auf den wir stolz sein dürfen!
Und schließlich wurden seit Beginn der Baumaßnahme 151.073 € gespendet (Stand: 30.04.2020). Was für ein Vertrauen in die Verantwortlichen der Kirchengemeinde und was für eine Verbundenheit zu unserem Kirchengebäude. Wir können uns nur von Herzen bei Ihnen bedanken!

Unsere Baumaßnahme, die mit dem Auszug aus dem Silvestergottesdienst begonnen hat, wurde von der Corona Pandemie überlagert. Was uns erst einen Schrecken eingejagt hat, durfte uns im baulichen Bereich aber nicht schaden. Alle Handwerker waren dennoch pünktlich zur Stelle. Viele Ehrenamtliche hatten plötzlich unter der Woche Zeit und konnten sich zeitlich versetzt und im entsprechenden Abstand helfend in das Baugeschehen einbringen. Und schließlich konnten wir viele Wochen in dieser Zeit ohnehin keine Gottesdienste vor Ort halten, so dass uns die Kirche gar nicht so gefehlt hat. Wir vom Kirchengemeinderat sind froh, dass dieses Projekt jetzt in dieser Zeit noch zum Abschluss gebracht werden kann. Die Finanzplanung unserer Landeskirche geht aufgrund der Corona Pandemie von sinkenden Kirchensteueraufkommen aus und die Zuschüsse von Landeskirche und Kirchenbezirk werden in Zukunft sehr wahrscheinlich geringer ausfallen.

Und schließlich bin ich persönlich als Pfarrer, der elf Jahre in Kleinsachsenheim Dienst getan hat, sehr froh, dass ich diese Baumaßnahme im Bauausschuss und auch verwaltungstechnisch noch begleiten durfte. Alles in allem haben wir als Kirchengemeinderat und ich denke alle Gemeindeglieder viel Grund zum Danken gegenüber Mensch und Gott.

In den nächsten Jahren und mit einem neuen Pfarrer oder Pfarrerin gilt es, das gottesdienstliche Leben vielfältig zu gestalten und die Flexibilität und die technischen Möglichkeiten, die der neue Kirchenraum bietet, entsprechend zu nutzen.

Das alles geschieht unter Gottes großer Verheißung, dass er versprochen hat: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“ (Mt. 18, 20). Diese Gegenwart Gottes auch in der renovierten Kirche zu erleben und darum immer wieder neu zu bitten, das wünsche ich der Kirchengemeinde Kleinsachsenheim von Herzen!

Pfarrer Friedemann Wenzke