Vermutlich ab Oktober 2019 ist unsere Kirche wegen der Innenraumrenovierung bzw. - modernisierung vorübergehend geschlossen

Wir werden dann in der Regel den Gottesdienst im Gemeindehaus feiern. Geplant ist eine Wiedereröffnung der Kirche vor der Konfirmation 2020, also ca. im Monat Mai 2020.
Derzeit laufen viele Gespräche zwischen angefragten Firmen und dem Architekturbüro und Vertretern des Bauausschusses. Die Mitglieder des Bauausschusses berichten in regelmäßigen
Abständen dem gesamten Kirchengemeinderatsgremium. Was steht noch aus bzw. was wurde schon erledigt? Es findet eine Begehung mit den Denkmalschutzbehörden Ende März statt. Dann erfolgt die Vorstellung und Besprechung der Konzeption als Voraussetzung zur denkmalschutzrechtlichen Genehmigung. Diese ist Vermutlich ab Oktober 2019 ist unsere Kirche wegen der Innenraumrenovierung bzw. - modernisierung vorübergehend geschlossen erforderlich, da die Kirche als Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung eingestuft ist. Das mag erstaunen, weil sie ja zum Kriegsende so stark zerstört wurde. Die Konzeption ist fertiggestellt und vorläufig mit dem Bauauschuss des Kirchengemeinderates abgestimmt. Im gesamten Gremium erfolgte eine Beratung und Abstimmung Ende Februar. Der Bauausschuss war zusammen mit dem Architektenteam auch zur Besichtigung mehrerer Kirchen in der näheren Umgebung unterwegs, um sich Anregungen zu bestimmten Themen zu holen: Projektionsflächen, Technik, Heizung, Fenster, Toiletten, etc.

Momentan ist das Architekturbüro dabei, für die vorgesehenen Maßnahmen eine Kostenermittlung zu erstellen, die dann die Grundlage für die Entscheidungen durch die Kirchengemeinde darstellt. Wir setzen uns gerade intensiv mit der Thematik der Heizungserneuerung auseinander. Hierzu gibt es verschiedene Ansätze und Möglichkeiten. Grundsätzlich ist das Thema wesentlich komplexer als z.B. die Beheizung eines Wohngebäudes. Die Kirche braucht nur einmal wöchentlich eine intensive Beheizung, dafür aber wegen der Orgel immer eine gewisse Grundtemperatur. Um dieses komplexe Thema intensiver zu beleuchten, gab es auch einen Termin mit der Energieberatung des Oberkirchenrates.

Es hat sich bei diesen Überlegungen und entsprechenden Untersuchungen herausgestellt, dass der Bodenaufbau (im Zuge des Wiederaufbaus nach dem Krieg) nur sehr dünn ausgeführt wurde (Werksteinfliesen im Mörtelbett, ohne Bodenplatte, direkt auf einem Schotterbett verlegt). Derzeit laufen Untersuchungen, ob der vorhandene Boden für die weiteren Arbeiten und auch die zukünftige Nutzung dauerhaft belastbar ist oder der Einbau einer Bodenplatte erforderlich wird. Ein solcher Eingriff wäre jedoch mit erheblichem Zeit- und Kostenaufwand verbunden. Zudem müssten die Aushubarbeiten voraussichtlich archäologisch beaufsichtigt werden. Wir hoffen sehr, dass wir das vermeiden können.

Ende Februar hat auch ein Planungstreffen wegen den Finanzen bei der kirchlichen Verwaltungsstelle stattgefunden. Wir kalkulieren derzeit die Bausumme auf 480 000 €. Wir alle wissen, dass diese Summe noch steigen kann. Dennoch ist es sehr erfreulich, dass wir dank Rücklagen, beantragter Zuschüsse bei der Landeskirche und dem Kirchenbezirk und vor allem dank vieler großer und kleiner Spenden von Ihnen als Gemeindegliedern derzeit bei einem Finanzstand von 380 000 sind. Das ist ein sehr gutes Ergebnis ein halbes Jahr vor Baubeginn! Dafür allen Spenderinnen und Spendern ein ganz herzlicher Dank! Es erfüllt mich als Pfarrer mit Freude, wie sehr dieses Bauprojekt Rückhalt in der Gemeinde findet und damit auch Unterstützung! Das war auch am Gemeindemittagessen im fast überfüllten Gemeindehaus am 24.02. deutlich spürbar. Hier hat Herr Albrecht noch einmal die historischen Wurzeln des Kirchengebäudes beeindruckend aufgezeigt.

Im Laufe des Jahres werden wir auch eine öffentliche Informationsveranstaltung zum Bauprojekt anbieten. Hier wird das Architekturbüro über den Stand der Planungen berichten.

Archeplan Architektur Johannes Frey

Bauleitender Architekt Reinhard Faller

Pfarrer Friedemann Wenzke