Der KGR und ich ....

© B. Scheuermann

Februar. Wir sind praktisch schon mitten drin im neuen Jahr. Kaum vorstellbar, dass Weihnachten gerade mal ein paar Wochen her ist. Doch genau zu dieser Zeit sitze ich in meinem Wohnzimmer, um diesen Artikel zu schreiben, neben mir der hellbeleuchtete, schön geschmückte Weihnachtsbaum, im Hintergrund ein wenig Musik.

Die Zeit „zwischen den Jahren“, die Uhren scheinen etwas langsamer zu gehen. Man hat Zeit für Begegnungen, Besuche von Familie und Freunden, Gesprächen, gutes Essen, das ein oder andere Tässchen warmen Punsch, ein Gläschen Wein, ein Buch, ruhige Stunden. Zeit, um zu genießen. Zeit, um zur Ruhe zu kommen. Eine friedvolle Zeit! Friede haben die Engel in der Heiligen Nacht verkündet, Friede war das Thema im Spätgottesdienst an Heilig Abend und Friede wird uns auch in diesem Jahr beschäftigen.

Wenn ich auf das letzte Jahr zurückblicke, hat er oft gefehlt, dieser Friede. Weltpolitische Konflikte, Kriege, innenpolitisch gab es reichlich Unfrieden, auch in unserem familiären und beruflichen Umfeld hätten wir uns das ein oder andere Mal eine friedlichere Umgebung gewünscht. Ist nicht auch unser innerer Frieden hin und wieder auf der Strecke geblieben? All dem gegenüber steht nun - fast ein wenig provokant - die Jahreslosung 2019 aus Psalm 34,15 „Suche Friede und jage ihm nach.“

Fragen Sie sich auch, wie Frieden und jagen zusammen passen, und wo wir da suchen sollen? Nun, wenn wir die Zeit ein paar Wochen zurück drehen und noch einmal auf die Engel an Weihnachten hören, wird es schnell klar. Dieser Friede ist real, er kam auf die Erde, in dem Kind in der Krippe. Er ist in Jesus zu finden! Und auch wenn es wie Utopie klingt, dieser versprochene Friede ist Gottes Gegenmodell zu all dem, was wir in dieser Welt und in uns sehen. Es iszt die Hoffnung, auf eine bessere Zukunft, die uns am Leben hält. Weiter ist es seine Zusage, dass wir durch Jesus Friede in uns tragen können. Versöhnt mit Gott und mit uns selbst. Egal wie turbulent die Welt um uns herum ist. Und zuletzt ist es auch ein Auftrag. Friede zu sein, in dieser Welt, für unsere Mitmenschen. Wir sollen ihn suchen, ihm nachjagen. Das fordert uns auf, aktiv zu werden. Es fordert uns! Sie und mich. Er fällt uns nicht immer in den Schoß, wir müssen uns auf den Weg machen, uns für den Frieden einsetzen, manchmal muss er vielleicht auch erkämpft, gejagt werden. Nicht mit Gewalt, aber mit Ausdauer, mit Hingabe, mit Gebet.

Lassen Sie uns doch dieses Jahr Friedensjäger sein!

Bevor Sie sich nun gleich auf die Suche machen, möchte ich aber noch ein paar kurze Worte zur KGRArbeit in den vergangenen Wochen sagen. In den letzten Sitzungen gab es neben dem Alltagsgeschäft viele nichtöffentliche Themen, über die ich Ihnen leider - wie der Name schon erahnen lässt - noch nichts berichten kann. Im Bereich der Kirchenrenovierung kommen die Dinge langsam ins Rollen, es gab erste Treffen mit den Architekten, aber da wir noch ganz am Anfang der Besprechungen stehen, gilt es auch hier noch ein wenig Geduld zu haben. Ich hoffe, dass ich Ihnen im nächsten Artikel schon über konkrete Fortschritte der Planungen berichten kann.

Eine wichtige Sache gibt es dann doch noch zu sagen. Mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Mit dem Jahresende geht auch der Dienst von Martin Pfeiffer als Kirchenpfleger zu Ende. Im Dezember war er das letzte Mal bei einer KGR-Sitzung dabei. Lieber Martin, wir sagen dir DANKE für deine Zeit, deine kritischen Fragen, deine pragmatischen Lösungsansätze und deine treue und gewissenhafte Arbeit! Und wir wünsche dir alles Gute, ganz viel Freude und Erfolg für deine neuen beruflichen Wege. Danke, dass du ein Teil unsres Teams warst!

Ein Abschied fällt dann nicht ganz so schwer, wenn schon jemand in den Startlöchern steht, um die Nachfolge anzutreten. Deshalb möchte ich auch gleich unsere neue Kirchenpflegerin, Nadja Jungbauer, ganz herzlich willkommen heißen. Ihre ersten Arbeitstage hat sie nun schon hinter sich, ein wenig Gemeindeluft hat sie schon geschnuppert. Trotzdem wird es sicher noch die ein oder andere Herausforderung geben, werden viele Gesichter noch unbekannt sein. Liebe Frau Jungbauer, wir freuen uns sehr, dass Sie nun ein Teil des Kirchengemeinderats und unserer Gemeinde sind und wünschen Ihnen nicht nur gutes Gelingen und Spaß an Ihrer neuen Tätigkeit, sondern auch, dass Sie Ihren Platz in unserem Team finden, dass die Kirchengemeinde für Sie ein Ort der Heimat werden darf! Und Sie, liebe Leser, bitten wir, Frau Jungbauer noch ein bisschen Schonzeit zu gewähren.  Das Thema Kirchenpflege ist eine komplexe Angelegenheit, es wird seine Zeit dauern, bis Sie sich in alle Bereiche einarbeiten konnte.

Zum Schluss bleibt mir nur noch, Ihnen ein gesegnetes Jahr 2019 zu wünschen. Ein Jahr in dem Sie hoffentlich viel Zeit haben, den Frieden zu suchen. Und denken Sie daran, Jesus verspricht: wer sucht, der findet. Das gilt garantiert auch für den Frieden!

Es grüßt Sie herzlichst,
Binia Scheuermann