Geistlichen Impuls

Das Foto hier zeigt eine Trinkflasche. Diese Trinkflasche hat uns unser Sohn als Souvenir aus Schweden mitgebracht. Sie hat uns seither auf vielen Wanderungen begleitet. „I did my best and God did the rest“ oder sinngemäß auf Deutsch: „Ich habe mir große Mühe gegeben und Gott vollendet das Werk“.
Viele von uns geben sich in ihrem Lebensvollzug große Mühe. Wir geben für unsere Familie unser Bestes, wir engagieren uns am Arbeitsplatz, im Haushalt oder auch bei unserer ehrenamtlichen Tätigkeit.

Wenn wir ein Fest feiern soll alles perfekt sein. Wir kaufen viel ein, denken darüber nach, was für Vorlieben und Bedürfnisse der einzelne Gast mitbringt. Wir kümmern uns um eine schöne Dekoration, putzen vielleicht noch einmal unser Haus und machen uns Gedanken, auf welche Weise wir zu einem geselligen Fest beitragen können. Das ist alles sicher sehr wichtig. Aber es garantiert noch kein schönes Fest. Es muss noch ein guter Geist dazu kommen, der die Gäste miteinander verbindet, der Verkrampfungen löst, der den Blick für den Nächsten öffnet und uns hilft, Vorbehalte gegenüber anderen oder alte Verletzungen durch andere zu überwinden. Wenn ein solcher Geist dazu kommt, dann kann ein solches Fest wirklich gelingen. Wir Christen sagen dann, dass Gott seinen Segen dazu gegeben hat. Das betrifft natürlich nicht nur Feste. Wann immer Menschen sich begegnen, wann immer Menschen dabei sind, Pläne zu verwirklichen, dürfen wir Gott bitten, seinen Geist und seinen Segen dazu zu geben.

Ein aktuelles Beispiel ist auch unsere Kirchenrenovierung. Wie viel wurde geplant, wie viele Spenden gesammelt. Aber wir brauchen dringend Gottes guten Segen für die Verwirklichung unserer Baumaßnahme. Helfer kommen in die Kirche um ehrenamtlich zu helfen. Menschen bringen Kuchen oder belegte Brötchen für die Helfer. Es sollte kein Unfall passieren. Die Menschen, die auf der Baustelle helfen, kommen nur wieder, wenn sie spüren, dass ein guter Geist die ganze Aktion begleitet und segnet.

„I did my best and God did the rest“. Es kann auch sehr entlastend für uns Menschen sein, wenn wir wissen, dass wir uns in unseren Aufgaben zwar Mühe geben sollen, dass aber Gott der Vollender ist.
Vielleicht dürfen wir den Ausgangsspruch auch umdrehen: „God did his best and we have to do the rest“ oder sinngemäß auf Deutsch: „Gott hat sein Bestes gegeben und wir dürfen etwas daraus entwickeln“. Gott ist schon in Vorleistung gegangen. Er hat seinen Sohn Jesus ans Kreuz gegeben, hat uns sein Wertvollstes geschenkt: Seinen Sohn, sich selbst.

Er hat uns unsere Sünden vergeben und hat uns dadurch befreit von dieser Last. Für unsere ewige Rettung ist wirklich alles getan. Da gibt es keinen Rest, den wir noch tun müssen. Wir sind Erlöste! Mit diesem Rückenwind dürfen wir uns an unser Leben, an unseren Alltag wagen. Wir dürfen wissen, dass das Wesentliche schon getan ist. Wir dürfen uns jetzt, mit Gottes Liebe im Gepäck auf den Weg machen, auch auf den Weg in den Urlaub. Mit Freude im Herzen dürfen wir Menschen wahrnehmen, unterstützen und ermutigen. Wir dürfen aber auch unsere Grenzen akzeptieren, weil wir wissen, dass Gott der Vollender ist.

Einen schönen Sommer wünscht Ihnen Jürgen Sinn und der ganze Kirchengemeinderat